Modeentwicklung im 20 Jahrhundert
Die 10er Jahre sind der Beginn der Frauenemanzipation. Sie wollen als Gleichberechtigte behandelt werden und nehmen sich dementsprechend mehr Bewegungsfreiheit in der Mode. Korsagen und Polsterungen am Po werden abgeschafft.
In den 20er Jahren erlebt der BH seinen Durchbruch und es entsteht ein neues Frauenbild: die Eigenständige und Selbstbewusste. Passend dazu werden die Röcke kürzer und die Kleidung schlichter. Die Abendbekleidung hingegen erhält mehr und mehr Verzierung
Immer körperbetonter werden die Kleider in den 30er Jahren. Tagsüber tragen die Frauen hochgeschlossen, abends tiefe Ausschnitte mit vielen Accessoires.
Doch ab der 2. Hälfte ändert sich auch die Mode unter Hitler. Frauen sind nun adrett gekleidet und tragen wieder Hosen.
Die 40er Jahre beginnen mit der ersten Wiederholung vergangener Mode. Christian Dior entwickelt den “New Look”. Die Kleider bestehen aus glockig-weiten wadenlangen Röcken mit engen Oberteilen. Sie betonen die Weiblichkeit.
Erstmals tritt die Blue Jeans in Erscheinung.
Die Symbole der 50er Jahre sind Caprihosen, flache Ballerinas, Petticoats und Söckchen. Auch werden enge Jeans sehr beliebt, beeinflusst von Film- und Musikstars, vor allem aus Amerika.
In den 60er Jahren hat der viel diskutierte Minirock sein Debut, da viel Haut und auffallende Farben im Mittelpunkt stehen. Zu dieser Zeit des 20. Jahrhunderts beginnt die Flower-Power-Bewegung.
Am beliebtesten sind Jeans, Fell- und Wildlederjacken, Hotpants und Hosenanzüge in den 70er Jahren Moden. Die vorherrschenden Schlaghosen werden nun auf der Hüfte getragen.
Gegen Ende des Jahrzehnts regiert die Strickmode, während von BHs Abstand genommen wird.
Die 80er Jahre sind geprägt von Leggins, bunten Stirnbändern und “Legwarmern”.
Im Beruf tragen Frauen sehr männliche Kleidung. Schulterpolster und “Oversize” stehen an der Tagesordnung.
Die “Punkmode” erscheint erstmals in der Modewelt.
Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, bringt keine modischen Neuheiten. Vielmehr herrscht eine modische Vielfalt an Stilen und Geschmacksrichtungen. Die intensive Wiederholung früherer Modestile beginnt und so entsteht ein kunterbunter Stilmix.